Ungarische Briefmarken

2010.04.08. 700 Jahre Verwendung von Papier

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.04.13. 15:17

Die Magyar Posta gibt zu Ehren des 700. Jubiläums der Verwendung von Papier in Ungarn eine Sonderbriefmarke aus.

Ungarns erstes Papierdenkmal stammt aus dem Jahre 1310. Die Abmessungen des strohgelben, unregelmäßig, rechteckig geschnittenen Papierfragments mit stehendem Format betragen 233/240 x 168/171 mm. Das verhältnismäßig starke Büttenpapier, dessen Stärke jedoch variiert, ist von der Bürde der vergangenen Jahrhunderte gezeichnet. Heute ist der Brief des Kardinals Gentilis Schatz des Ungarischen Landesarchivs.
Die erste Schrift über die ungarische Papiergeschichte enthält das von Konrád Sperfogel, Richter von Lőcs, zwischen 1516 und 1537 geführte Tagebuch, in dem er die authentische Geschichte des Brandes der ersten ungarischen Papiermühle aufzeichnete. Bisher hatte man ausschließlich im Ausland hergestellte Papiere mit Wasserzeichen verwendet und nun begann in Ungarn die Epoche der selbstständigen Herstellung von Papier und Wasserzeichen. Die ersten Nachrichten über die ungarischen Papierhändler stammen aus dem Jahre 1542 und verewigen die Tätigkeit und den Namen von Papierhändlern aus Pressburg, Pest, Debrecen und Szikszó. Die Genehmigung für die Gründung der ersten Papiermühle, für die Errichtung der ersten privaten ungarischen Papiermühle in Weidenbach (Kronstadt-1) gab 1546 die Stadt Kronstadt in Siebenbürgen aus. Das erste, zur Betreibung einer Papiermühle ausgegebene königliche Privileg bekam 1615 Sámuel Spillenberg, Gründer der Papiermühle von Teplitz in Oberungarn. Die erste Berichterstattung über den Papierhandel ist von der 1698 erschienenen Arbeit des international anerkannten ungarischen Schriftschneiders und Druckers Miklós Kis Misztótfalusi bekannt. Darin berichtete er über die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Papier für seine Druckerei, seine Handelsbeziehungen zu verschiedenen Papiermühlen und die Misserfolge bei der Gründung von Papiermühlen. Die erste papiergeschichtliche Arbeit auf Komitatsebene erstellte 1806 Ladislaus Bartolomaeides, Pastor und Geschichtsschreiber. In seiner Schrift berichtete er über die Papiermühlen des Komitats Gemer und die zeitgenössische Papierherstellung. Die systematische ungarische Wasserzeichenforschung begann Anfang des 19. Jahrhunderts und blickt nunmehr auf eine 200-jährige Vergangenheit zurück. Die Oberbehörde, das Gubernium von Siebenbürgen ordnete 1808 den verbindlichen Gebrauch von Wasserzeichen-Jahreszahlen für die Papiermühlen an. Dies war die erste erfolgreiche behördliche Initiative zur Verhinderung von Papierfälschungen und zur Verwendung von Wasserzeichen zu Datierungszwecken auf amtlichen Papieren. Die erste ungarische Papierfabrik wurde 1827 in Fiume errichtet. Zur Fabrikmarke wurde das Wasserzeichen in Ungarn 1900, als man die Wasserzeichen-Schutzmarken in ein Register eintrug und die Verwendung von einheimischem Papier mit Wasserzeichen-Schutzmarke anordnete.

Auf der Briefmarke ist Ungarns erste Papierurkunde zu sehen, die von Kardinal Gentilis de Monteflorum, päpstlicher Legat, ausgegeben worden war. Auf dem Sonderumschlag sind die Rückseite der Urkunde und das Gebäude des Ungarischen Landesarchivs aufzufinden. Auf der Grafik des Sonderstempels ist ein Drache-Wasserzeichen-Motiv abgebildet.
Csatolmányok
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2010.04.30. Weltausstellung EXPO 2010, GÖMBÖC

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.05.03. 10:15

Die Magyar Posta begeht die Weltausstellung in Shanghai mit der Ausgabe eines Freimarkenbogens und eines Sonderbriefmarkenheftes.

An der zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober 2010 in Shanghai stattfindenden Weltausstellung EXPO 2010 werden, in gemieteten oder eigenen Pavillons, mehr als 200 nationale und internationale Organisationen teilnehmen. „Bessere Stadt, Besseres Leben” ist das Motto der Expo, was Shanghai als eigenen Grundsatz zu verwirklichen beabsichtigt. Ziel ist die Ausgestaltung von umweltfreundlichen, den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts entsprechenden städtischen Gebieten im Zeichen der erhaltbaren Entwicklung. Überdies können die Teilnehmer Erfahrungen über die Richtungen der Stadtentwicklung austauschen sowie progressive Gedanken des neuen Jahrhunderts über das Verhalten, den Lebensstil und das Arbeitsplatzumfeld der Menschen formulieren. Sie können lernen, wie sie eine umweltfreundliche Gesellschaft errichten und für die erhaltbare Entwicklung der Menschheit Sorge tragen können. Die Expo fördert – unter Berücksichtigung der kulturellen Vielfalt – die menschenorientierte Entwicklung sowie die wissenschaftliche und technologische Innovation. Quelle: vilagkiallitas.hu

Die „Hauptfigur" des ungarischen Pavillons ist der Gömböc (ausgesprochen: Gömbötz), der erste bekannte homogene Körper, der einen stabilen und einen instabilen, d.h. insgesamt zwei Gleichgewichtspunkte hat. Beweisbar kann ein Körper mit weniger Gleichgewichtszuständen als diese nicht existieren. Er besitzt die faszinierende Eigenschaft, immer in die gleiche Ausgangslage zurückzukehren, ähnlich einem Stehaufmännchen, jedoch ohne Zusatzgewicht, allein auf Grund seiner Form, denn er besteht aus einem einzigen, homogenen Stoff.
Als erster vermutete 1995 zwar ein russischer Mathematiker, Wladimir Igorewitsch Arnold, das Vorhandensein solcher Körper, die Erfinder sind ungarische Architekten. Gábor Domokos und Péter Várkonyi erhielten für ihre Erfindung am 20. August 2007 das Ritterkreuz des Verdienstordens der Ungarischen Republik. Quelle: gomboc.eu

Auf den Briefmarkenbildern ist der Gömböc zu sehen. Die einzigartige Erfindung erscheint in Form eines besonderen, 30 Markenbilder enthaltenden Freimarkenbogens. Die Briefmarkenbilder zeigen die typischsten Bewegungsphasen des Gömböc. Die Briefmarken werden auch in Form eines speziellen Sonderbriefmarkenheftes ausgegeben, dessen Besonderheit darin besteht, dass beim Blättern der Seiten die einzelnen Bewegungsphasen des Gömböc lebendig werden und der Bewegungsablauf bis zum Ende bildartig verfolgbar ist. Auf dem Sonderumschlag sind der Gömböc sowie Formeln über seine Funktion und seinen Aufbau zu sehen. Auf dem Sonderstempel ist der Logo des Gömböc abgebildet.
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2010.05.03. Für die Jugend - 2010 - Madách

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.05.10. 18:21

Die Magyar Posta Zrt. gibt zum Zwecke der Förderung des Briefmarkensammelns der Jugend von Jahr zu Jahr ihre Sonderbriefmarken mit Aufpreis mit der Bezeichnung „Für die Jugend“ aus. 2010 ist das Briefmarkenthema der 150. Jahrestag der Vollendung der „Tragödie des Menschen“ von Imre Madách. (Der Aufpreis ist zur Freimachung nicht geeignet!)

„Ich begann es am 17. Febr. 1859 und vollendete es am 26. März 1860.” – Diese Bemerkung fügte Imre Madách seinem Werk „Tragödie des Menschen“ bei, ein herausragendes Werk der ungarischen Literatur und Dramatik, und in Ungarn vielleicht die am häufigsten an der Bühne inszenierte Dichtung. Das Werk wurde sowohl in Ungarn als auch im Ausland anerkannt. Es wurde ins Englische, Französische und Deutsche sowie in die Sprachen der Nachbarländer und zahlreicher anderer Länder übersetzt. Der erste Kritiker des Werkes war ein guter Freund von Madách, Pál Szontágh, auf dessen Empfehlung Madách sein Manuskript János Arany zuschickte, dem das Werk anfangs nicht gefiel, sich später jedoch darauf besann, dass er voreilig urteilte, als er sagte, dass dies nur eine Imitation von Goethes Faust sei. Beim Durchlesen korrigierte der gekrönte Dichter das Manuskript sogar, aber nach den Korrespondenzen, nahm er nur stilistische Veränderungen und Korrekturen bei der Rechtschreibung vor, so ist auf jeden Fall Imre Madách als Autor anzusehen. Primäre Quelle für die Entstehung des Werks war die Diskrepanz der Wende der 1850/60er Jahre: das Ende der allgemeinen Entmutigung wegen des Zusammenbruchs der Revolution und des Freiheitskampfes und der Beginn des Aufschwung bringenden Jahrzehnts nach dem Ausgleich. Demnach besteht die Widersprüchlichkeit des Werks im Hinundherschwanken zwischen Optimismus und Pessimismus. Außer der nationalen Tragödie beeinflussten das Werk auch Madáchs persönliche Erinnerungen, Evas Gestalt inspirierte seine Enttäuschung über seine Ehefrau. Während die ersten drei Szenen und die letzte Szene der aus fünfzehn Szenen bestehenden Dichtung Rahmen- oder Biblische Szenen darstellen, sind die mittigen elf Szenen sog. Historische Szenen. In den einzelnen Szenen führt uns der Autor – mit den Augen des lyrischen Helden Adam bzw. seines Mentors Luzifer – durch die „großen Augenblicke“ der biblischen und irdischen Weltgeschichte, wo die herausragenden Gestalten der Menschheit mit immer neuen Ideen, mit abnehmendem und sich erneuerndem moralischem Eifer um die Vervollkommnung der Menschheit, ein besseres Schicksal ringen, was trotzdem von Zusammenbruch zu Zusammenbruch in Verfall kommt. (Quelle: http://hu.wikipedia.org)

Auf den Briefmarkenbildern und der Rahmenzeichnung des Kleinbogens sind Illustrationen zu sehen, die in der Reihenfolge der Briefmarkenbilder des Kleinbogens die Atmoshäre je einer Szene der „Tragödie des Menschen“ von Imre Madách wiedergeben: Zweite Szene – Zoltán Réti: Im Paradies; sechste Szene – Mihály Zichy: In Rom (Ungarische Nationalgalerie); achte Szene – Zoltán Réti: In Prag; elfte Szene – János Kass: In London. Auf der Rahmenzeichnung des Kleinbogens ist, hinweisend auf die vierzehnte Szene, ein Ausschnitt des Werks von János Kass mit dem Titel „Eiszeit“ zu sehen. „Im Himmel“, ein Werk von András Farkas, ziert die Zeichnung des Umschlags. Auf dem Sonderstempel ist eine schreibende Hand mit Gänsekiel zu sehen und eines der bekanntesten Zitate aus der fünfzehnten Szene des Werks zu lesen: „Ich habe dir gesagt, Mensch: Kämpfe und hab Vertrauen!”
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2010.05.07. EUROPA 2010 - Kinderbücher

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.05.13. 12:37

Die Mitgliedsstaaten von PostEurop wählen jedes Jahr durch Abstimmung einen Themenbereich aus, den sie auf der Ausgabe der sog. EUROPA-Briefmarke in dem gegebenen Jahr allesamt darstellen werden. 2010 ist das Thema der Marke "Kinderbücher". Die Magyar Posta präsentiert aus diesem Anlass einige von Károly Reichs Kinderbuchillustrationen.

Károly Reich (Balatonszemes, 8. August 1922 – Budapest, 7. Januar 1988) Kossuthpreisträger, ungarischer Grafiker. Er studierte an der Budapester Hochschule für Kunstgewerbe sowie an der Hochschule für Bildende Künste, bei solch ausgezeichneten Meistern wie Jenő Haranghy, Gyula Hincz und György Konecsni. Seine Laufbahn als Grafiker begann er als Plakatentwerfer und setzte sie als Illustrator fort. Seine Werke sind im Déri-Museum Debrecen, in der Ungarischen Nationalgalerie und im Literaturmuseum Petőfi zu sehen. Seine für Kinder angefertigten Panneaux zieren Kinderinstitutionen, z. B. Kinderstadt Fót, Kinderklinik II Budapest, Kinderkrankenhaus Miskolc. Erinnerlich von seinem weit verzweigten Gesamtwerk sind besonders seine Buchillustrationen. Blätter von etwa fünfhundert Büchern, darunter Kinderbücher bewahren seine Werke. In den 1980er Jahren fertigte er auch Bronze-Kleinplastiken. Seine Tätigkeit ist mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen belohnt worden: Mihály Munkácsy-Preis (1954: 3. Stufe, 1956: 2. Stufe), Kossuthpreis (1963), Verdienter Künstler (1972), Ausgezeichneter Künstler (1975) und SZOT-Preis (1979). (Quelle: hu.wikipedia.org)

Der Sonderkleinbogen, die Zeichnung des dazugehörigen Umschlags und die Grafik des Stempels wurden auf Grund der Arbeiten von Károly Reich angefertigt, inspiriert von István Kormos immergrünen Geschichten des Teddybären „Vackor“.
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2010.05.07. Das Jahr der Biodiversität

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.05.13. 12:39

Die Magyar Posta präsentiert die ungarische Flora und Fauna traditionsgemäß in Form eines Sonderbriefmarkenblocks und einer Sonderbriefmarkenserie. Bei der 2010er Ausgabe verewigt der Briefmarkenblock diejenige Tatsache, dass die Generalversammlung der UNO das Jahr 2010 zum „Internationalen Jahr der Biodiversität“ oder einfacher zum „Internationalen Jahr der Artenvielfalt“ erklärt hat.
Die Biodiversität bedeutet die Vielfalt des irdischen Lebens, die das Ergebnis natürlicher Prozesse ist, geformt von der seit vielen Milliarden Jahren vonstatten gehenden Evolution. Die Programme des Jahres sollen auf das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten durch Umweltverschmutzung und die Notwendigkeit der erhaltbaren Entwicklung aufmerksam machen.
Die Ungarische Schwertlilie ist in Ungarn eine verstärkt geschützte krautige, perennierende Pflanzenart. Sie wächst auf trockenen Wiesen, an felsigen Rasenhängen, möglicherweise im Heidegebüsch und erreicht eine Höhe von 10 bis 30 cm. Ihre Blätter werden allmählich breiter und wölben sich nach außen. Ihr glatter, grüner und gerader Stängel ist walzenförmig. Ihre von April bis Mai prangenden Blüten sind veilchenblau oder lila-rot.  Europäischer Ziesel, auch Schlichtziesel genannt, ist eine in die Tribus der Marmotini und die Unterfamilie der Erdhörnchen gehörende Gattung. In Europa kommen zwei verschiedene Arten vor: der Europäische Ziesel und der Perlziesel. In Ungarn ist er ein geschütztes Tier. Europäische Ziesel ernähren sich hauptsächlich von grünen Pflanzenteilen und Samen, aber sie plündern auch Vogelnester. Sie leben in Erdbauen und halten Winterschlaf.  Die Blaumeise ist eine kleine, allgemein bekannte und beliebte Vogelart, die in die Ordnung der Sperlingsvögel und die Familie der Meisen gehört. Eine grundsätzlich europäische Vogelart. Ihren Namen bekam sie von ihrem blauen Scheitel und ihren bläulichen Flügel- und Schwanzenden. Obgleich ihr Vorkommen im Karpatenbecken als häufig zu bezeichnen ist, steht sie in Ungarn unter Schutz.  Die mediterrane Randwanze (Phyllomorpha Laciniata) kommt hauptsächlich in den Ländern des Mittelmeers vor. In Ungarn ist sie erst vor einigen Jahren entdeckt worden. Ihr Äußeres macht sie vielleicht zu einer der bizarrsten Wanzenarten, denn ihr Körper ist von verschieden langen Dornen bedeckt. Ihre besondere Eigenschaft ist es, dass sie bei Gefahr am ganzen Körper zu zittern beginnt, so ähnelt sie einem verdorrten, vom Wind verwehten Blatt. Ein geschütztes Insekt. Die Wiesenotter (Vipera ursinii rakosiensis) ist eine ausschließlich in Ungarn vorkommende, außerordentlich seltene Giftschlangen-Unterart und das anerkannt gefährdeste Tier in der Fauna des Karpatenbeckens. Sie ist verstärkt geschützt. Ursprünglich war sie von Österreich bis Bulgarien beheimatet, aber heute ist sie nur noch in Ungarn aufzufinden. Die Grundfarbe der Unterart ist gräulich oder gelbbraun, ihren Rücken dekoriert eine dunkelbraune Zick-zack-Musterung. (Quelle: hu.wikipedia.org; eine Niederschrift von Tamás Vásárhelyi)
Die grafische Komposition auf der Rahmenzeichnung und dem Briefmarkenbild des fortlaufend nummerierten Blocks gibt die Vielfalt der Fauna und Flora wieder. Das Hauptmotiv des Briefmarkenbildes ist die Ungarische Schwertlilie. Auf den Briefmarkenbildern der Serie sind in der Reihenfolge der Nennwerte der Ziesel, die Randwanze, die Blaumeise und die Wiesenotter abgebildet, die Hintergrundmotive deuten auf den natürlichen Lebensraum bzw. die Umgebung des Tiers hin. Den Sonderumschlag ziert eine aus Schmetterlingen bestehende grafische Komposition. Die emblematische Grafik des Sonderstempels weist auf die Biodiversität hin.
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2010.05.07. Fussballweltmeisterschaft

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.05.13. 12:40

Die Magyar Posta gibt anlässlich der 19. Fußballweltmeisterschaft, die vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2010 in der Republik Südafrika ausgetragen wird, eine Sonderbriefmarke aus. Es ist das erste Mal, dass der afrikanische Kontinent Gastgeber des Ereignisses ist, nunmehr wird Ozeanien der einzigste Kontinent sein, der noch keine Weltmeisterschaft veranstaltete.

Für die Weltmeisterschaft nominierten von den 208 FIFA-Mitgliedstaaten 204 Länder, nach den Ausscheidungsspielen werden 32 Nationalmannschaften antreten, nämlich Algerien, Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Dänemark, Deutschland, Elfenbeinküste, England, Frankreich, Ghana, Griechenland, Honduras, Italien, Japan, Kamerun, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Nigeria, Nordkorea, Paraguay, Portugal, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika (Gastgeber), Südkorea, Uruguay und die Vereinigten Staaten von Amerika.
Afrika bekam das Recht zur Ausrichtung der Weltmeisterschaft ansonsten dank des Rotationssystems der FIFA, wonach der Kontinent selbst von der FIFA bestimmt worden war. Um das Recht zur Ausrichtung wetteiferten Ägypten, Marokko, die Republik Südafrika sowie Tunesien und Libien im Rahmen einer gemeinsamen Bewerbung. Das Endergebnis verkündete der FIFA-Präsident Joseph Blatter am 15. Mai 2004 in Zürich. Die Bewerbung der Republik Südafrika bekam bereits in der ersten Runde mehr als 50 % der Stimmen und erhielt damit das Recht zur Ausrichtung.
Das offizielle WM-Maskottchen ist der Leopard Zakumi. "ZA" ist die internationale Abkürzung des Landes, während "Kumi" in mehreren hiesigen Dialekten "10" bedeutet. Zakumi symbolisiert die hier lebenden Menschen, die Geografie und die Spiritualität der Republik Südafrika. Der offizielle Spielball der Weltmeisterschaft ist am 4. Dezember 2009 bei der WM-Auslosung präsentiert worden. Er trägt den Namen Jabulani, was in der Sprache der Zulu so viel wie "Feiern" bedeutet. Die elf verwendeten Farben des Balls stehen für die elf Stämme Südafrikas und ihre Sprachen sowie für die elf Spieler jeder Mannschaft. Nach Ansicht der Schöpfer ist dies der rundeste Ball aller Zeiten. (Quelle: hu.wikipedia.org)

Das Hauptmotiv der Briefmarke ist der Fußball, auf dem – hinweisend auf die Fußballweltmeisterschaft – die Konturen der Kontinente zu sehen sind. Die Figuren in Dressen der verschiedenen Nationen spiegeln als Teil der eigenartigen grafischen Komposition typische Bewegungen des Fußballspiels wider. Auf der Zeichnung des Sonderumschlags ist – im Stil und in der Ambiente des Briefmarkenbilds – die feiernde Menge der Fans dargestellt. Die Grafik des Sonderstempels bildet das frappante Ensemble eines Spielers und des Fußballfeldes.
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2010.06.18. - Miklós Barabás

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.06.14. 21:59

Die Magyar Posta begeht den 200. Jahrestag der Geburt von Miklós Barabás mit der Ausgabe einer Sonderbriefmarke.

Miklós Barabás (Márkusfalva/Márkosfalva [später Kézdimárkosfalva, heute rümänisch: Mărcuşa] 10. Februar 1810 – Budapest, 12. Februar 1898) Maler, größter Meister der ungarischen Biedermeiermalerei, korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA).
Er stammt aus einer kinderreichen und armen Familie. Sein Vater war János Barabás, seine Mutter Therézia Gaál. Er studierte am Kollegium von Nagyenyed und beschäftigte sich bereits in sehr jungen Jahren mit Porträtmalerei. Während seiner Studentenzeit musste er viel darben, aber er vergaß all sein Elend, wenn er malen durfte. Neben den Erfolgen sicherte ihm dies auch ein bescheidenes Auskommen. Seine Liebe zur Kunst wurde immer stärker und 1828 reiste er nach Klausenburg (Kolozsvár), wo Gentiluomo, ein italienischer Maler, sein Meister wurde, von dem er die Grundlagen der Ölmalerei erlernte. Sein Wissensdrang brachte in später nach Wien, wo er sein Studium an der Akademie der bildenden Künste fortsetzte. Hier lebte er in großer Armut, aber sein starker Wille und seine entschlossene Liebe zur Kunst halfen ihm, die schwere Zeit voller Entbehrungen zu überstehen. 1830 kehrte er nach Klausenburg zurück und begann sich mit Porträtmalerei zu beschäftigen. Später gelangte er nach Bukarest, wo er als moderner Porträtmaler sehr erfolgreich war und mit seinen Werken bereits viel Geld verdiente. So war es ihm vergönnt, seinen sehnlichsten Wunsch zu verwirklichen und seine Studien in Italien fortzusetzen. 1834 war er häufiger Besucher der Gemäldegalerien von Venedig. Den ganzen Tag fertigte er Skizzen, in geschwinden Aquarellen registrierte er für sich die Kompositionsgrundsätze, die Farbharmonien und die Formwelt der großen Vorgänger. Nach gewisser Zeit reiste er nach Bologna, Florenz und Rom, aber er kam auch in das sonnige Neapel. 1835 kehrte er reich an Erfahrungen, gestärkt nach Hause zurück.
Seinen ersten Beifall erntete er 1835 in Pest, als er seine in Venedig gefertigte Kopie des Gemäldes von Veronese „Der Raub der Europa“ präsentierte. Von dieser Zeit an war er einer der populärsten ungarischen Porträtmaler. Von Jahr zu Jahr fertigte er das Porträt sehr vieler ausgezeichneter Männer, wie z. B.: Miklós Wesselényi, Mihály Vörösmarty, Sándor Petőfi, István Széchenyi undJános Arany.
1840 ließ er sich in Pest nieder und 1841 heiratete er Zsuzsanna Bois de Chesne. Von dieser Zeit an war er bereits von allen finanziellen Sorgen befreit, so konnte er sein Leben ausschließlich der Malerei widmen. Er zog sich zurück in sein Atelier und schaffte vertieft lange Zeit hindurch. Er malte zahlreiche echte Biedermeier-Genre- und Landschaftsbilder von feinem Ambiente. Sein visuelles Gedächtnis war bewundernswert.
Er war Initiator und von 1862 Präsident der Gesellschaft der bildenden Künste. 1867 wurde er zum Abgeordneten der Stadt Pest gewählt. Der talentierte, geschulte und populäre ungarische Porträtmaler des 19. Jahrhunderts malte zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten unserer Nation. Einige seiner Genrebilder spiegeln das Ambiente der Epoche wider, wodurch seine Popularität nur noch weiter anstieg. 1877 feierte man in groß angelegtem Rahmen sein fünfzigjähriges Künstlerjubiläum, aber anschließend daran malte er noch viele Jahre hindurch mit jugendlichem Eifer. 1896 erhielt er die Goldmedaille der Millennium-Ausstellung. Er starb am 12. Februar 1898. (Quelle: hu.wikipedia.org)

Auf der Sonderbriefmarke ist Miklós Barabás' Werk „Selbstbildnis“ (1841), auf dem Sonderumschlag ein Ausschnitt seines Gemäldes „Venedig in der Dämmerung“ (1834) zu sehen. Beide Werke zählen zu den wohl behüteten Schätzen der Sammlung der Ungarischen Nationalgalerie. Auf dem Sonderstempel sind die Palette und die Pinsel als unerlässliche Requisiten eines Malers dargestellt, komponiert in Form eines Lorbeerkranzes.
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2010.06.18 - Frederic Chopin

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.06.14. 22:01

Frédéric François Chopin – der Dichter des Klaviers – ist einer der größten Schöpfer der klassischen Musik. Der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebende Komponist war der Vorläufer der Verwendung von national-romantischen und volkstümlichen Motiven. Die UNESCO-Generalkonferenz erklärte 2010 zum Internationalen Chopinjahr, die Magyar Posta bringt zu diesem Anlass eine Sonderbriefmarke heraus.

Frédéric François Chopin, ursprünglich Fryderyk Franciszek Chopin (Żelazowa Wola, 1. März 1810 – Paris, 17. Oktober 1849) polnischer Komponist und Klaviervirtuose. Sein musikalisches Talent ist sehr früh erkannt worden; seine Genialität ist mit der von Mozart oder Bach als Kind zu vergleichen. Mit sieben hatte er bereits zwei Polonaisen komponiert. Schon bald war das Wunderkind die Attraktion der aristokratischen Salons der Hauptstadt und es gab auch zahlreiche Wohltätigkeitskonzerte. Sein erster Musiklehrer zwischen 1816 und 1822 war der Violinvirtuose Wojciech Żywny. Die weitere Förderung seines Talents übernahm der berühmte Klavierspieler und Professor am Warschauer Konservatorium Wilhelm Würfel (Václav Wefel). Zwischen 1823 und 1826 besuchte Chopin das Warschauer Lyzeum. Im Herbst 1826 begann er am Warschauer Konservatorium Musiktheorie und Komponieren zu studieren. 1829 reiste er das erste Mal nach Wien, wo er auch Klavierkonzerte gab. Im darauf folgenden Jahr kehrte er nach Warschau zurück, wo er am Nationaltheater mit seinem Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll debütierte. 1831 verließ er Polen für immer und ewig und ließ sich in Paris nieder. Am 1. August 1835 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Etwa zu jener Zeit begann sein Kampf gegen die Tuberkulose, der ihn Zeit seines Lebens begleitet hat.
Seine Klaviermusik vereinigt einzigartig sein besonderes Rhythmusgefühl, den Stil von Johann Sebastian Bach sowie seine selbst geschaffene Klaviertechnik. Er machte die Musiksalons mit der auf ein höheres Niveau gebrachten Variation der von dem Iren John Field begründeten Nocturne sowie mit solch beliebten Tanzmusiken bekannt wie die polnische Mazurka oder der Wiener Walzer. Chopin komponierte erstmals Balladen und Scherzos als eigenständiges Stück. Auch die Weiterentwicklung der Bach-Préludes ist ihm zu verdanken. Viele seiner Werke sind dank ihrer individuellen und leicht merkbaren Melodie weltbekannt geworden. Sein Stil und sein Talent hatten großen Einfluss auf zahlreiche Komponisten: Robert Schumann war ein großer Anhänger von Chopin, er übernahm Melodien von ihm und benannte auch einen Satz seiner Suite Karneval nach ihm; Franz Liszt, mit dem sie mehrmals gemeinsame Konzerte gaben, hat viele seiner Werke für Solo-Klavier neu bearbeitet.
In den 1840er Jahren begann sich sein Gesundheitszustand schnell zu verschlechtern. Bis 1849 waren seine Hauptwerke vollendet und er konzentrierte sich auf die Mazurken sowie die Nocturnes. Er starb am 17. Oktober 1849 an Tuberkulose. Obgleich er im Pariser Friedhof Père Lachaise zur letzten Ruhe getragen wurde, wird sein Herz und seine Korrespondenz in der Heiligkreuzkirche in Warschau gehütet. (Quelle: hu.wikipedia)

Auf der Sonderbriefmarke sind Frédéric François Chopins Porträt, Geburtsstätte und Unterschrift zu sehen. Hauptmotiv der Grafik des zur Briefmarke gehörigen Sonderumschlags und Sonderstempels ist das Klavier, Chopins liebstes Instrument. Auf dem Sonderumschlag ist die Silhouette des am Klavier sitzenden Künstlers, auf dem Sonderstempel die stilisierte Zeichnung der Klavier spielenden Hände aufzufinden.
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2010.06.18 - József Antall

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.06.14. 22:03

Aus Anlass des 20. Jahrestages der Wahl von József Antall zum Ministerpräsidenten versieht die Magyar Posta 10.000 Exemplare des 1993 erschienenen Briefmarkenblocks mit Aufschrift „Zum Andenken des frei gewählten Ministerpräsidenten der Republik Ungarn” mit Überdruck.
József Antall (Pestújhely, 8. April 1932 – Budapest, 12. Dezember 1993) war ein ungarischer Gymnasiallehrer, Bibliothekar, Museologe und Politiker. Er war der Ministerpräsident der ersten frei gewählten ungarischen Regierung nach der politischen Wende in Ungarn.
József Antall entstammt einer kleinadligen Familie. Prägende Elemente seiner Kinder- und Jugendzeit waren die Verpflichtung gegenüber der Demokratie, die Nationalgefühle, die christliche Moral und Gesellschaftsanschauung. Er maturierte im Piaristengymnasium in Budapest im Jahre 1950. Bereits im Alter von 16 Jahren beschloss er, eine politische Laufbahn einzuschlagen. Nach der Matura studierte er an der philosophischen Fakultät der Universität Budapest. Er schrieb seine Diplomarbeit über die Politik von József Eötvös und erwarb noch eine zusätzliche Ausbildung als Museologe und Bibliothekar. Danach arbeitete er im Ungarischen Nationalarchiv und später beim Institut für Pädagogik. Er begann 1955 am József-Eötvös-Gymnasium zu unterrichten und leitete im Oktober 1956 das dortige Revolutionskomitee. Er nahm an der Neuorganisierung der Kleinlandwirtepartei und der Gründung des Verbandes Junger Christen teil. Nach der Revolution wurde er mehrmals verhaftet. Wegen seines politischen Verhaltens wurde ihm 1959 Unterrichtsverbot erteilt. 1963 schrieb er achtzig Ärztebiografien für das Ungarische Biografielexikon und hierbei erkannte er, dass die Geschichte der Heilung wichtig und ein teils unbearbeitetes wissenschaftliches Thema ist. Er war später wissenschaftlicher Mitarbeiter, stellvertretender Direktor und ab 1974 Direktor der Bibliothek und Archiv des 1964 eröffneten Semmelweis-Museums für Geschichte der Heilkunde. Es erschienen mehrere hundert seiner Publikationen, er lektorierte und editierte zahlreiche Werke. 1986 wurde er Vizepräsident des Internationalen Verbandes der Geschichte der Heilkunde.
In die Tätigkeit des Ungarischen Demokratischen Forums (MDF) schaltete er sich auf Sándor Csoóris Ruf ein. Am 22. März 1989 wurde in Ungarn der Runde Tisch der Opposition ins Leben gerufen. Das Ungarische Demokratische Forum, das damals schon als eingetragene Partei tätig war, delegierte auch ihn in dieses Gremium. Er war in der Kommission I/1 für die Vorbereitung der Verfassungsänderung tätig, durch seine vielen Anträge, seine Kompromiss-bereitschaft und seine berufliche Qualifikation bekam er immer mehr Aufmerksamkeit, so dass er am 21. Oktober 1989 mit überwiegender Mehrheit zum Vorsitzenden des MDF und später zum Ministerpräsidenten-Kandidaten der Partei gewählt wurde. Nach dem Wahlsieg bildete das MDF am 23. Mai 1990 eine Regierung. József Antall, der damals bereits mit seinem unheilbaren Leiden zu kämpfen hatte – trat mit der Kleinlandwirte- und Christlichdemokra-tischen Fraktion in Koalition. Er schuf mit seiner Regierung die Voraussetzungen für die politische, wirtschaftliche und außenpolitische Wende in Ungarn. Seiner Krankheit erlag noch vor dem Ende seiner Amtszeit, am 12. Dezember 1993. Sein Nachfolger im Ministerpräsidenten-Sessel wurde Péter Boross. (Quelle: hu.wikipedia.org)
Die Magyar Posta brachte zu Ehren des ersten Ministerpräsidenten der Dritten Republik Ungarn am 30. Dezember 1993, in Rekordzeit, eine Freimarke und einen Sonderbriefmarkenblock heraus. Aus Anlass des 20. Jahrestages der Wahl von József Antall zum Ministerpräsidenten werden 20.000 Exemplare des Briefmarkenblocks mit der Aufschrift „Zum Andenken des frei gewählten Ministerpräsidenten der Republik Ungarn” mit Überdruck versehen. Der neue Nennwert des Briefmarkenblocks – der zugleich auch der Verkaufspreis ist – beträgt 200 HUF. Der neue Nennwert und die Aufschrift „Zum 20. Jahrestag der Wahl von József Antall zum Ministerpräsidenten 23. Mai 2010“ auf der linken Seite der Rahmenzeichnung sind bordeauxrot. Der Überdruck ist in der Állami Nyomda Nyrt (Staatsdruckerei AG) verwirklicht worden. Das Hauptmotiv der Grafik des zu dem am. 18. Juni 2010 ausgegebenen, überdruckten Briefmarkenblock gehörenden Sonderstempels ist József Antalls Porträt.
20100618_Antall_fny_DE.jpg
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2010.07.02. Schwimm-EU Meisterschaft

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.06.28. 17:23

Die Magyar Posta begeht die zwischen dem 4. und 15. August 2010 in Budapest und Balatonfüred stattfindende 30. Schwimm-, Kunstspring-, Synchron- und Langstreckenschwimm-Europameisterschaft mit der Ausgabe einer Sonderbriefmarke.

Die klassische, im 50 m-Becken ausgetragene Schwimm-Europameisterschaft veranstaltet der Europäische Schwimmverband im Allgemeinen aller zwei Jahre. (Früher fand die Meisterschaft aller vier Jahre statt.) Die Sportler wetteifern im Rahmen der Europameisterschaft nicht nur im Schwimmen, sondern auch in den Disziplinen Synchronschwimmen und Kunstspringen sowie im Langstreckenschwimmen. Die Meisterschaften werden unter einem zusammenfassenden Namen auch „Wasser-Europameisterschaft” genannt.

Ort der ersten Europameisterschaft war 1926 Budapest, Ungarns Hauptstadt. Seitdem waren wir 1958 und 2006 Gastgeber der Meisterschaft. Die Europameisterschaft 2010 wird den Hoffnungen nach eine würdige Fortsetzung der Bisherigen werden. Die Schauplätze werden sich nach Plan – im Vergleich zur EM 2006 – nicht verändern. Die Disziplinen Schwimmen und Synchronschwimmen werden in der Széchy-Tamás-Schwimmhalle, das Kunstspringen in einem ebenfalls 2006 erbauten, neuen Objekt, das Langstreckenschwimmen hingegen am Balaton ausgetragen. Der neue, herzförmige Logo des Ereignisses, den die Organisatoren in vollem Einvernehmen mit dem Sponsor der Europameisterschaft, der Magyar Turizmus Zrt., in Empfang nahmen, symbolisiert auch, dass die Veranstaltung mit Herz und Seele und nicht routinemäßig verwirklicht wird, was die größte Gefahr bei einer wiederholten Austragung einer Veranstaltung sein kann. Nachdem die Teilnehmer den Puli 2006 so lieb gewonnen hatten, ist das Maskottchen an sich nicht, sondern nur seine Farbe verändert worden: 2010 wird es nicht schwarz, sondern weiß sein. (Quelle: hu.wikipedia.org * xlsport.hu * sporthirado.hu * musz.hu)

Auf Grund der Entscheidung des Managements des Ungarischen Schwimmverbands werden fünfzig Prozent der Erlöse aus Eintrittskarten der 30. Schwimm-Europameisterschaft als Hilfe für die Hochwassergeschädigten gespendet.

Auf der aus Anlass der 30. Schwimm-, Kunstspring-, Synchron- und Langstreckenschwimm-Europameisterschaft erscheinenden Briefmarke, dem dazugehörigen Sonderumschlag und Sonderstempel ist die grafische Komposition der einzelnen Disziplinen der Weltmeisterschaft zu sehen.
20100702_Uszas_DE.jpg
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2010.07.02. Weltmeisterschaft im Triathlon

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.06.28. 17:26

Die Magyar Posta gibt aus Anlass der Weltmeisterschaft im Triathlon, die zwischen dem 8. und 12. September 2010 in Budapest ausgetragen wird, eine Sonderbriefmarke aus.

Das Triathlon ist eine junge Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, in dieser Reihenfolge. Die Triathleten absolvieren die drei Wettkampfstrecken nacheinander, in ununterbrochener Folge, so dass auch die Umkleidezeiten zwischen den einzelnen Disziplinen – die so genannten Wechselzeiten – zum Wettkampf gehören, also mit eingerechnet werden.
Die 1989 gegründete Internationale Triathlon Union (ITU) kämpfte fünf Jahre lang erfolgreich dafür, dass Triathlon in das Programm der Olympischen Spiel aufgenommen wurde und seitdem eine olympische Disziplin ist. Auf Grund der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) 1994 in Paris stand das Triathlon das erste Mal auf den Olympischen Spielen 2000 in Sydney auf dem Programm. Im Dezember 2008 erreichte die Geschichte der Sportart in Verbindung mit den Olympischen Spielen einen neuen Meilenstein, als das IOC entschied, das Triathlon auch in das Programm der 2010 in Singapur debütierenden Jugendolympiade aufzunehmen.
Der Ungarische Triathlon Verband (MTSZ) bewarb sich auf Grund seiner Anfang 2006 getroffenen Entscheidung um die Austragung der Weltmeisterschaft im Triathlon 2010. Die ITU erkannte die Austragung auf ihrem Kongress im September 2006 Ungarn mit einem Stimmverhältnis von 30:19 gegenüber der Bewerbung der britischen Manchester-Salford zu. Die ITU trägt seit ihrer Gründung ansonsten jährlich Weltmeisterschaften aus und die ungarische Hauptstadt erhielt als erste der mittelosteuropäischen Länder die Möglichkeit, Gastgeber einer Weltmeisterschaft zu sein. (Quelle: hu.wikipedia.org * zalaszam.hu)

Auf der Briefmarke sind die einzelnen Disziplinen des Triathlons (Schwimmen, Radfahren, Laufen) in Form einer grafischen Komposition zu sehen, deren Elemente sich auf dem Sonderumschlag und – in stilisierter Form – auch auf dem Sonderstempel wiederholen.
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2010.07.30. Formula 1

HozzászólásSzerző: Mariann » 2010.07.30. 22:32

Die Magyar Posta begeht den 25. Formel 1 Großen Preis von Ungarn mit der Ausgabe eine Sonderbriefmarke.

Bernie Ecclestone beschloss Anfang der 1980er Jahre, in einem der sozialistischen Länder einen Formel 1 Großen Preis zu veranstalten. Im Sommer 1983 stattete er Budapest einen Besuch ab, wo er auf Sponsoren traf. Die Verhandlungen wurden noch im gleichen Jahr in Angriff genommen und am 10. September 1985 in London unterzeichneten sie einen fünfjährigen Vertrag über den Formel 1 Großen Preis von Ungarn.
Am 15. Oktober 1985 begannen die Erdarbeiten für den Bau der Rennstrecke „Hungaroring” auf dem 73 ha großen Terrain zwischen Kerepestarcsa und Mogyoród. Wegen den Witterungsverhältnissen konnte der Bau erst im März fortgesetzt und die Asphaltierung der Rennstrecke in Angriff genommen werden. Die Boxengasse, der vierstöckige Turmbau, die Zuschauertribünen und die Funkkabinen wurden in Rekordzeit fertig gestellt. Die Bauarbeiten wurden innerhalb von acht Monaten, bis Ende Mai abgeschlossen.
Seit 1986 wird der Formel 1 Großer Preis von Ungarn auf der im Außenbezirk der Gemeinde Mogyoród nahe der Hauptstadt Budapest aufzufindenden Rennstrecke „Hungaroring” veranstaltet. Nach kleineren Umgestaltungen erlangte die Strecke 2003 ihre jetzige 4,381 km lange Linienführung. Das Rennen umfasst 70 Runden, d. h. die Piloten müssen 306,67 km hinter sich lassen, was ca. 110 Minuten beansprucht. Auf dem 2008er Rennen wurde die Vertragsverlängerung bis 2016 verkündet. (Quelle: hu.wikipedia.org)
Auf der anlässlich des 25. Formel 1 Großen Preises von Ungarn erscheinenden Briefmarke sind Rennwagen als Hauptmotiv der grafischen Komposition zu sehen. Auf der Marke ist außer dem Logo des 25. Jubiläums und der Silhouette der Rennstrecke „Hungaroring” auch das offizielle Logo der Formel 1 aufzufinden. Eine Besonderheit der Ausgabe sind die ungarisch- und englischsprachigen Aufschriften zur Bestätigung der Legitimität auf den Bogenrändern der Druckbogen. Den Sonderumschlag zieren grafische Kompositionen in Zusammenhang mit dem Jubiläum. Auf dem Sonderstempel ist die stilisierte Zeichnung des Jubiläumslogos zu sehen.
Auf dem Gedenkblatt sind in Zusammenhang mit dem 25. Formel 1 Großen Preis von Ungarn die folgenden Motive in Form einer grafischen Komposition zu sehen: Bernie Ecclestones Porträt, die Zeichnung eines Rennwagens mit der Zahl des 25. Jubiläums und einer nationalfarbenen Schleife. Oben rechts auf dem Gedenkblatt ist das offizielle Logo der Formel 1 zu sehen. Auf das Gedenkblatt sind zwei Sonderbriefmarken der Ausgabe 25. Formel 1 Großer Preis von Ungarn aufgeklebt worden, die der Abdruck des mit der Ausgabe verbundenen Sonderstempels ungültig macht.
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